Studierende der HöV im „Urwald von morgen“

Besuch des Nationalparks Hunsrück-Hochwald

 

2015 gegründet und damit jüngster unter den 16 Nationalparken der Republik, war der Nationalpark Hunsrück-Hochwald im Februar erneut Gegenstand eines Projektes der HöV. 14 Studierende gastierten mit ihrem betreuenden Dozenten Dr. Konrad für die Projekttage auf dem Umweltcampus Birkenfeld, einem Standort der Hochschule Trier, vor den Toren des Nationalparks. Schon der Veranstaltungsort stimmte nicht alleine wegen des angebotenen Fächerkanons optimal auf das Thema Umweltschutz ein: Der Umweltcampus erreichte kürzlich als „grünster Campus Deutschlands“ weltweit Platz 6 der GreenMetric-Rangliste nachhaltiger Hochschulstandorte.

Nachdem die Studierenden sich die naturschutzrechtlichen Rahmenbedingungen und Unterschiede der nationalen Schutzgebietskategorien erarbeitet und von der besonderen Verantwortung der Region für bestimmte Tier- und Pflanzenarten erfahren hatten, folgte eine Exkursion ins Innere des verschneiten Nationalparks. Der Leiter des Nationalparkamtes, Dr. Harald Egidi, konnte stolz die erst kürzlich eröffnete Nationalparkausstellung im Hunsrückhaus, einem der Nationalpark Tore, präsentieren. Danach folgte die Gruppe im hohen Schnee dem Nationalpark-Chef zu verschiedenen Anschauungsflächen. Die Studierenden zeigten sich überrascht über die naturschutzfachliche Bedeutung der Buche, über die vielen Hangmoore und die hohe Wildkatzenpopulation im Nationalpark.

Am zweiten Projekttag wurde der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen die Ausweisung des Nationalparks für die Region hat. Der Wirtschaftsförderer des Nationalparklandkreises Birkenfeld, Michael Dietz, berichtete über die mittelfristig prognostizierten Auswirkungen für den Tourismus sowie über aktuelle Projekte in der Wirtschaftsförderung. Das sehr interessante Oak-Garden-Projekt, im Zuge dessen sich in nur wenigen Jahren schon mehr als 600 Chinesen in der Region angesiedelt und rund 300 Firmen gegründet haben und welches den Standort als „Headquarter der Weltfabrik“ vermarktet, ist zwar nicht auf die Existenz des Nationalparks zurückzuführen. Aber Naturschutz auf höchstem Niveau direkt vor der Haustür gefällt auch den Neubürgern.