Kommunaler Verwaltungsaustausch im Rahmen der Länderpartnerschaft Rheinland-Pfalz – Ruanda

Delegation aus Ruanda besuchte die HöV.

Im März waren Ladislas Ngendahimana (Secretary General RALGA), Innocente Murasi (Executive Director LGI), und Faustin Serubanza (Stratetic Planning Unit Manager RALGA) zu Gast an der HöV in Mayen. Der Besuch stand im Zusammenhang mit dem Projekt Kommunaler-Verwaltungsaustausch im Rahmen der Partnerschaft Rheinland-Pfalz – Ruanda.

Neben der Stärkung einzelner kommunaler Partnerschaften bestehen dabei auch Partnerschaften zwischen Institutionen, wie etwa dem Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz (GStB) und dem ruandischen Kommunalverband RALGA (Rwanda Association of Local Government Authorities). Zudem sind die HöV und die Kommunal-Akademie RLP in Boppard wichtige Multiplikatoren, die neben ihrer eigenen Partnerschaft mit dem ruandischen Local Governance Institute (LGI) mit ihrem Fachwissen die verschiedenen Maßnahmen innerhalb des Gesamtvorhabens flankieren. Gefördert wird der Austausch von der SKEW (Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“) und dem Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz.

Im Fokus der einwöchigen Delegationsreise standen drei Teil-Projekte:

Qualifizierung von Verwaltungsmitarbeitern sowie die Erarbeitung eines Anforderungsprofils für LGI Trainer

Die HöV und das LGI versuchen gemeinsam, das LGI zu einem Kompetenzzentrum für die Qualifizierung von Mitarbeitenden in Ruanda zu entwickeln. Es sollen dafür zum Beispiel Trainer qualifiziert werden. Dazu soll eine Art Anforderungsprofil entwickelt werden: Was müssen LGI-Trainer können? Was sollen sie für Qualifikationen haben? Dann wird konkretisiert, an welcher Stelle die HöV helfen kann. Hierzu haben HöV und LGI erste Konzepte erarbeitet.

Ziele für eine nachhaltige Entwicklung – Sustainable Development Goals (SDGs) – Umsetzung in Rheinland-Pfalz und Ruanda

Ein weiterer Workshop befasste sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und der Umsetzung der SDGs in Lehre und Praxis. „Wir wollen die Studierenden mit in dieses Projekt einbeziehen. Als zukünftige Mitarbeitenden insbesondere der Kommunalverwaltungen sollen sie für den Nachhaltigkeitsgedanken und die Zukunft der Partnerschaft mit Ruanda gewonnen werden“, HöV-Direktor Klaus Weisbrod dazu. Durch die konkrete Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit sowohl im Heimatland Rheinland-Pfalz als auch konkret vor Ort im Gastland Ruanda können Vergleiche gezogen werden im Sinne eines gegenseitigen Austauschs und einer funktionierenden Partnerschaft: „Voneinander lernen“!

Thema Digitalisierung - auch in den ruandischen local governments

Das Ziel dieses Workshops, durchgeführt vom Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz (GStB) mit der Rwandan Association of Local Government Authorities (RALGA), war die Weiterentwicklung des Projekts „Aufbau eines digitalen Informationsportals inklusive Informations- und Datensicherheit sowie elektronischer Archivierung“.