Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz in der Verwaltung

Studierende der HöV befassten sich mit den Vor- und Nachteilen.

Am ersten Tag des zweitägigen Projektes verdeutlichte Dozent Frank Lenz den Studierenden die diesbezüglichen theoretischen Grundlagen am Beispiel von digitalen Verwaltungsleistungen sowie digitaler Rechnungsbearbeitung der Stadt Halle sowie dem Heidekreis (E-Government-Modellkommunen).

Das Rathaus der Stadt Düren war am nächsten Tag das erste Ziel der Projektgruppe. Die Stadt kann als eine Pionierin im Bereich der Digitalisierung bezeichnet werden. Projektleiterin Petra Rothkranz erläuterte, dass sie bundesweit als erste Kommune bereits im Januar 2012 die Elektronische Ratsarbeit mit Tablets und Sitzungsapp sowie im Juli desselben Jahres die Online-Beantragung des Bewohnerparkausweises mit print@home-Technik implementiert hat.

Am Nachmittag besuchten die Studierenden die Zentrale sowie das Rechenzentrum der regio-it (Gesellschaft für Informationstechnologie mbh) in Aachen. Im Vordergrund stand hier eine eindrucksvolle Präsentation bezüglich der Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz im kommunalen Bereich. Dirk Schweikart als Centerleiter für Kommunale Digitalisierungslösungen und Projektleiterin Yasmeen Babar zeigten, wie diese beispielsweise auch zur Lösung eines konkreten Problems oder einer konkreten Fragestellung, zur Automatisierung von Abläufen, zur Schaffung von Entscheidungsgrundlagen sowie auch zur Durchsuchung von großen Datenmengen und Erkennung von Mustern im kommunalen Umfeld genutzt werden kann. Angeregt diskutiert wurde hierbei auch über Instrumente wie „digitale Sprachassistenten“, „maschinelles Lernen“ oder „Chatbots“. Hierbei wurden durch die Studierenden kontroverse Meinungen hinsichtlich des diesbezüglichen Nutzens ausgetauscht, gleichzeitig aber auch grundsätzliche moralische Bedenken gegenüber dem Einsatz von künstlicher Intelligenz geäußert.